Erektionsstörungen

Erektionsstörungen können vielfältige Ursachen haben. Die Ursache kann im Gefäßsystem liegen, wie z.B. bei Arteriosklerose, die die Durchblutung behindert oder in der Psyche bei vermehrtem Stress oder Leistungsdruck. Aber auch Verklebungen und Verspannungen im myofaszialen System können die Erektionsfähigkeit behindern.

Wichtig ist, zunächst einmal einzuordnen, wie sich das Problem genau darstellt. Dabei kommt man nicht darum herum, ein intimes Gespräch offen zu führen. Tritt das Problem nur beim Zusammensein mit einem Partner auf, nicht aber bei der morgentlichen Erektion? In diesem Fall spielt wahrscheinlich Leistungsdruck eine Rolle. Hier kann ich nur wärmstens das Buch „slow sex“ von Diana Richardson empfehlen, das einen guten Weg aufweist, ohne Leistungsdruck eine erfüllte Sexualität zu erleben.

Wenn aber auch die morgentliche Erektion gestört ist, kommt eher ein Gefäßproblem und oder eine myofasziale Verspannung in Frage. Dabei ist es besonders wichtig, ob es früher Operationen im Bauchraum gegeben hat, z.B. eine Blindarmoperation, Gallenoperation oder Prostataoperation. Auch Unfälle können sich Jahre später auswirken, denn dabei können Verklebungen im myofaszialen System entstehen, die wiederum das kleine Becken mit den Geschlechtsorganen beeinflussen.
Das manuelle Lösen solcher Verklebungen zeigt sehr schnell, ob die Erektionsfähigkeit damit positiv beeinflusst wird.

Eine genaue ärztliche Untersuchung ist auf jeden Fall sinnvoll, um neurologische oder gefäßbedingte Ursachen aufzuspüren. Findet man hier keine einleuchtende Erklärung, ist ein genauerer Blick auf das myofasziale System sicher sinnvoll.

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